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Diehl Combitron
HP 9100
Grundlagen
Rechnen mit Elektronen
Die Diehl Combitron beherrscht nicht nur die Grundrechenarten (das konnten weniger voluminöse rein mechanische Rechenmaschinen damals auch), sondern auch das Wurzelziehen. Einfache Formeln konnten programmiert und dann mit einem Tastendruck abgerufen werden.

Bei der Eingabe einer Zahl zeigen Lämpchen an, wieviele Stellen man bereits eingegeben hat. Die Combitron rechnet mit bis zu 16 Stellen - allerdings nur mit festem Komma, das zwischen keiner und acht Stellen von rechts abtrennt.

Öffnet man das Gehäuse, so wird klar, warum das Gerät über 25 kg wiegt: Die Mechanik des Druckers - selbst nicht gerade filigran - ruht auf einem massiven Metallchassis, das wiederum im stabilen Blechgehäuse verschraubt ist. Hier zeigt sich die nahe Verwandtschaft zu den rein elektromechanischen Maschinen der vorhergehenden Generation.

Die Elektronik der Combitron befindet sich waagerecht zwischen dem massiven Stahlchassis und dem Gehäuseboden. Sie beansprucht die gesamte Standfläche der Maschine. Das Rechenwerk ist vollständig diskret aufgebaut, auf der Platine finden sich nur Transistoren, Dioden, Widerstände und Kondensatoren.

Nach dem Einschalten muß das Gerät erst "booten". Das Programm befindet sich auf einem Stahlband mit Löchern, das zunächst auf der rechten Spule aufgewickelt ist. Es wird mit viel Getöse an einer Lichtschranke vorbei auf die linke Spule umgespult. Anschließend spult die Maschine kaum weniger lautstark zurück. Die ganze Vorrichtung befindet sich im Gehäuseinneren rechts des Druckwerks.

Außenansicht


Blick ins Gehäuseinnere


Logikplatine


Lochbandspulen