Die Diehl Combitron beherrscht nicht nur die Grundrechenarten (das konnten
weniger voluminöse rein mechanische Rechenmaschinen damals auch), sondern
auch das Wurzelziehen. Einfache Formeln konnten programmiert und dann mit
einem Tastendruck abgerufen werden.
Bei der Eingabe einer Zahl zeigen Lämpchen an, wieviele Stellen man bereits
eingegeben hat. Die Combitron rechnet mit bis zu 16 Stellen - allerdings nur
mit festem Komma, das zwischen keiner und acht Stellen von rechts abtrennt.
Öffnet man das Gehäuse, so wird klar, warum das Gerät über 25 kg wiegt: Die
Mechanik des Druckers - selbst nicht gerade filigran - ruht auf einem massiven
Metallchassis, das wiederum im stabilen Blechgehäuse verschraubt ist. Hier
zeigt sich die nahe Verwandtschaft zu den rein elektromechanischen Maschinen
der vorhergehenden Generation.
Die Elektronik der Combitron befindet sich waagerecht zwischen dem massiven
Stahlchassis und dem Gehäuseboden. Sie beansprucht die gesamte Standfläche
der Maschine. Das Rechenwerk ist vollständig diskret aufgebaut, auf der
Platine finden sich nur Transistoren, Dioden, Widerstände und Kondensatoren.
Nach dem Einschalten muß das Gerät erst "booten". Das Programm befindet sich
auf einem Stahlband mit Löchern, das zunächst auf der rechten Spule
aufgewickelt ist. Es wird mit viel Getöse an einer Lichtschranke vorbei auf
die linke Spule umgespult. Anschließend spult die Maschine kaum weniger
lautstark zurück. Die ganze Vorrichtung befindet sich im Gehäuseinneren
rechts des Druckwerks.
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Außenansicht

Blick ins Gehäuseinnere

Logikplatine

Lochbandspulen
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