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Ein Flip-Flop ist zwar sehr einfach in der Ansteuerung aber auch sehr aufwendig aufgebaut.
Bei der Suche nach preiswerteren Alternativen entdeckte man Kondensatoren als
Informationsspeicher. Ein Kondensator ist ein Ladungsspeicher. Man kann ihn sich als
kleinen Akku vorstellen, den man auf- und entladen kann. Somit ist der rechts abgebildete
Aubau denkbar.
Der obere Transistor wird leitend, wenn der „Setzen“-Eingang auf „1“ gelegt wird. Dadurch
wird der Kondensator über den oberen Widerstand mit +5V verbunden und lädt sich auf.
Wird hingegen der „Löschen“-Eingang mit einer „1“ belegt, schaltet der untere Transistor
auf Durchgang und der Kondensator wird über den unteren Widerstand mit Masse verbunden.
Dabei wird er entladen.
Solange beide Eingänge auf „0“ stehen, sind beide Transistoren gesperrt und der
Kondensatorinhalt ändert sich nicht – zumindest theoretisch. Leider sind auch gesperrte
Transistoren nie hundertprozentig „dicht“ und auch der Kondensator selbst verliert seine
Ladung mit der Zeit. Bereits das Auslesen über den Ausgang führt zu einem Stromfluss und
damit zur Löschung der Speicherzelle. Deswegen muss sie in regelmäßigen Abständen und nach
jedem Auslesevorgang neu beschrieben werden. Diesen Vorgang nennt man Auffrischung („refresh“).
Aufgrund dieses Unterschieds in der Handhabung nennt man Speicherbausteine auf Basis von
Kondensatoren „dynamische Speicher“. Der Arbeitsspeicher heutiger Computer besteht immer
aus dynamischen Speicherchips. Statische Speicher finden sich als Caches oder als
Arbeitsspeicher in Steuerungen oder mobilen Geräten.
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