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Mechanische Hilfsmittel
Tafeln und Tabellen
Varianten:
Napierstäbchen
Eine der ältesten Vereinfachungen beim Rechnen besteht darin, die Ergebnisse immer wiederkehrender langwieriger Berechnungen einmal durchzurechnen und in einer Tabelle zu notieren. In Zukunft kann man sich die Rechnerei dann sparen und die Ergebnisse direkt nachschlagen.

Wurden Rechentabellen ursprünglich meist selbst für den eigenen Gebrauch gefertigt, ergaben sich durch die Erfindung des Buchdrucks ganz neue Perspektiven. Für alle möglichen Berufssparten entstanden ganze Tabellenbücher. Kaufleute konnten z.B. nachschlagen, wieviel eine bestimmte Stückzahl eines Produkts bei vorgegebenem Einzelpreis kostet. Allgemeine Tabellen enthielten Produkte oder Quotienten, mathematische waren mit vorberechneten Werten für Sinus, Cosinus, Logaritmen und die jeweiligen Umkehrfunktionen ausgestattet.

Bei mathematischen Funktionen enthielten die Tabellen die Funktionswerte für Parameter in einer bestimmten Schrittweite. Lag der gesuchte Parameter zwischen zweien dieser Schritte, konnte eine Näherung per linearer Interpolation durchgeführt werden, d.h. man ging davon aus, dass der Funktionsgraph zwischen den beiden nächsten Tabellenwerten geradlinig verläuft.

Ausschnitt einer Logarithmentabelle
(aus: "University Mathematics I", Britton, Kriegh, Rutland, 1963)