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Im Januar 1983 stellt Apple mit der Lisa einen revolutionären Arbeitsplatzrechner vor. Während die Hardware weitgehend dem Stand der Technik entspricht - 68000er-Prozessor mit 5 MHz, 1 MB RAM, Schwarz-Weiß-Monitor mit 720 x 364 Bildpunkten, zwei 5,25"-Floppies - steckt das Besondere im Betriebssystem: Der Bildschirm zeigt das abstrakte Abbild eines Büroschreibtisches. Dokumente werden in Ordnern abgelegt, Programme erscheinen in Fenstern, die sich wie Papierblätter auf der Arbeitsfläche überlappen können, es gibt sogar einen Papierkorb. Die Steuerung des Rechners erfolgt über eine Maus.

So selbstverständlich das alles heute klingt, so außergewöhnlich war damals jedes Detail dieser neuartigen Bedienphilosophie. Dabei war Apple nicht einmal der Erfinder: Die Fensteroberfläche ist eine Idee der Firma Xerox und wurde in einem Rechnersystem namens "Star" erstmals realisiert. Dieses wurde jedoch kaum beachtet.

Auch die Lisa wäre beinahe an ihrem größten Handicap gescheitert: Sie sollte über $10000 kosten! Die Rettung kam in Gestalt eines kleinen Rechners, der die Ideen der Lisa übernahm, aber konsequent auf niedrige Produktionskosten getrimmt wurde. So entstand der Macintosh, der im Januar 1984 für vergleichsweise bescheidene $2500 auf den Markt kam und zudem fast doppelt so schnell wie die Lisa war.

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