Als Krönung der mechanischen Rechenmaschinen gilt heute die "Curta" des Wiener
Erfinders Curt Herzstark. Zunächst handelte er sich mit seinem Patent jedoch
vor allem viel Ärger ein: Die Nazis hatten von seiner Arbeit Wind bekommen und
internierten ihn im KZ Buchenwald. Im geheimen Gustloff-Werk musste er seine
Entwicklung fortsetzen.
Nach der Befreiung des KZ Buchenwald 1945 gründete Herzstark mit Unterstützung
von Fürst Josef II von Liechtenstein die Firma Cortina, wo er die Curta ab
1947 produzierte. Das Ende kam mit der Einführung preiswerter Taschenrechner
in den frühen 70ern.
Technisch ist die Curta eine Vier-Spezies-Maschine nach dem
Staffelwalzenprinzip. Die Werte werden mit Schiebern auf der Aussenhülle
eingestellt, durch Drehen der Kurbel im Addierwerk verrechnet und das
Ergebnis auf der Geräteoberseite angezeigt. Zur Stellenverschiebung für die
Multiplikation und Division ist das Rechenwerk gegen die Einstellschieber
verdrehbar.
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Rechenmaschine von Curt Herzstark
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