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Der PC der Zukunft
Die Hardwareentwicklung läuft momentan ohne größere Überraschungen. In fast regelmäßigen Abständen wird die Speicherkapazität pro RAM-Chip vervierfacht, die Preise pendeln sich anschließend bis zur nächsten Chipgeneration wieder auf dem alten Niveau ein, nur eben bei vierfacher Kapazität. Dass dies momentan etwas anders läuft, wird dabei am langfristigen Trend nichts ändern.

Ebenso bei den Prozessoren: Die Zahl der Transistoren erhöht sich, die Strukturgröße wird verringert und die maximale Taktfrequenz steigt. Bereits mehrfach wurde ein Ende der permanenten Steigerungen angekündigt, zuletzt bei 1 GHz, zuvor aber bereits bei 100 MHz. Letztlich ist beides nicht ganz falsch: Mehr als 100 MHz auf dem Mainboard stellt extreme Anforderungen an das Platinendesign, da man damit immer mehr in den Bereich der Hochfrequenztechnik vordringt und es zunehmend größere Probleme mit den Signallaufzeiten gibt. Bei 100 MHz kommt ein Signal pro Taktschlag noch 2 Meter weit, bei einem GHz sind es nur noch 20 cm. Nicht umsonst ist der Speichertakt (Frontside-Bustakt) aktueller Prozessoren auf 133 MHz begrenzt, jener des Systembusses (PCI) auf 33 oder neuerdings 66 MHz.

Bei den Prozessoren liegt das Problem maßgeblich bei den Gatterlaufzeiten. Mit dem technischen Fortschritt wurden sie zwar immer geringer, aber nicht in dem Maße, wie der Takt zunahm. Die Folge ist, dass immer weniger Logikfuktionen pro Takt durchlaufen werden können und komplexe Befehle immer mehr Takte erfordern. Dies wird durch ein Verfahren namens "Pipelining" nur unvollständig kompensiert - ein Pentium 4 wäre bei gleichem Takt meist langsamer als sein Vorgänger Pentium III.

Breitere Datenbusse - in der Anfangszeit der Prozessorentwicklung das wichtigste Mittel zur Leistungssteigerung - werden sich vermutlich nicht mehr oder nur für Spezialanwendungen (Video z.B.) durchsetzen. Mit 64 Bit ist sowohl bei Ganz- als auch bei Fließkommazahlen eine für fast alle Anwendungen ausreichende Genauigkeit erreichbar. Dadurch brächte ein 128-Bit-Bus keine Steigerung der Rechenleistung mehr.

Bei den Massenspeichern zeichnet sich noch kein Ersatz für Festplatten ab. Bei gleichbleibenden Preisen werden sie weiterhin jedes Jahr ihre Kapazität verdoppeln. Optische Speichersysteme haben die altehrwürdige Diskette bereits fast verdrängt. Demnächst werden die Laufwerke aus neuen PCs verschwunden sein. Vor dem nächsten Schritt - der Erhöhung der Kapazität gegenüber der CDROM - müssen sich die Hersteller nur noch einigen, ob das Medium DVD-RAM, DVD-RW oder sonstwie heißen soll.

Bei den Datensichtgeräten scheint jetzt endlich der Bann gebrochen und Flachbildschirme werden ihren Marktanteil beständig vergrößern. Sobald die Herstellungskosten soweit gesunken sind, dass ein LCD-Monitor billiger als ein ordentlicher Röhrenmonitor ist, werden letztere fast schlagartig vom Markt verschwinden oder nur noch zusammen mit Billigst-PCs verkauft.

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