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Verzeichnisdienste
Bei Netzwerken steht man immer wieder vor der Aufgabe, Informationen über
Geräte, Dienste oder Personen in einer Datenbank ablegen zu können. Diese
Informationen müssen dann über das Netzwerk abgefragt werden können.
Die bekannteste und wohl auch größte Datenbank dieser Art stellt der Domain
Name Service (DNS) im Internet dar. Er enthält die Zuordnung von Domain- und Hostnamen zu
IP-Adressen, wobei auch die umgekehrte Suche möglich ist. Diese Datenbank ist
jedoch nicht zentral angelegt, sondern entsteht durch den Zusammenschluss von
tausenden von Name Servern im Internet. Dadurch ist das System sehr
störunanfällig.
Eher im Bereich lokaler Netzwerke oder von Internet Service Providern (ISPs)
werden Datenbanken über Benutzer und deren Authentifizierungsparameter (z.B.
Passworte oder Schlüssel) und Zugriffsrechte benötigt. Diese Daten werden hier
in einer Baumstruktur hierarchisch gegliedert. Dafür hat sich ein Standard mit
der Bezeichnung ITU-T X.500 durchgesetzt. Auf Datenbanken, die auf diesem
Standard basieren, wird sehr häufig über das Protokoll LDAP (Lightweight
Directory Access Protocol) zugegriffen.
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