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Proxy-Server
Ein Proxy-Server kann an vielen Stellen zum Einsatz kommen. Bei einem ISP steht
er den Kunden zur Verfügung, in einem Firmennetz kanalisiert er die Zugriffe
der Clients auf das Internet. Dazu muss seine Adresse bei jedem Client
eingetragen sein. Nun wird ein so konfigurierter Client den in jeder URL
enthaltenen Hostnamen nicht mehr selbst auswerten, sondern den Request so an
den Proxy senden, wie er eingegeben wurde. Dort wird dann die URL genauso
behandelt wie das ein Browser ohne Proxyeintrag tun würde. Der HTTP-Reply, den
der Proxy daraufhin vom angesprochenen Server erhält, wird zum Browser
durchgereicht.
Damit kann ein Proxy gleich mehrere Aufgaben wahrnehmen:
- Der gesamte Internet-Traffic geht vom Proxy aus. So kann eine ganze Firma
über nur eine einzige offizielle IP-Adresse angebunden werden.
- Der Proxy kann Dokumente nicht nur durchreichen sondern auch abspeichern
(caching). Wird das gleiche Dokument nochmals abgerufen, wird es direkt aus
dem Cache geliefert.
- Der Proxy kann Webzugriffe mitprotokollieren
Der HTTP-Reply enthält immer eine Angabe über das letzte Änderungsdatum einer
Datei. Das ist insbesondere für das Caching der Seite im Browser oder bei einem
Proxyserver interessant, da die Information zusammen mit dem Dokument gespeichert
wird. Wird das gleiche Dokument ein weiteres Mal aufgerufen, führt der Browser
bzw. Proxyserver einen "bedingten HTTP-Request" durch. Dazu ergänzt er den
Parameter "If-modified-since:" und trägt als Wert das mit dem gecacheten
Dokument gespeicherte Änderungsdatum ein. Der Server wird nun einen leeren
HTTP-Reply zurücksenden mit dem Status "304 Not Modified", falls das Dokument
seither unverändert geblieben ist. Andernfalls erhält der Client einen ganz
normalen HTTP-Reply mit dem geänderten Dokument als Inhalt.
Auf diese Art wird trotz Caching sichergestellt, dass der Benutzer keine
veralteten Seiten aus dem Cache geliefert bekommt.
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