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ATM - Paketvermittlung

Eine ATM-Zelle ist sehr einfach aufgebaut:


Neben den Nutzdaten von 48 Byte enthält sie noch:
  • eine Prüfsumme über die Kopfdaten (HEC, Header Error Correction)
  • Eine Priorität (Cell Loss Priority): wenn ein Switch Zellen verwerfen muss, nimmt er zuerst solche, bei denen dieses Bit nicht gesetzt ist
  • Eine Angabe über die transportierten Daten (Payload Type)
  • VCI (Virtual Channel Identifier). Dieser kann als Kennzahl für den Weg einer Zelle von einem Gerät zum anderen betrachtet werden.

Die Vermittlung der Pakete erfolgt über eine Umsetzungstabelle für den VCI in jedem Switch. Diese wird entweder automatisch beim Verbindungsaufbau mit Werten versehen (SVC - Switched Virtual Circuit) oder man trägt feste Werte ein (PVC - Permanent Virtual Circuit). Die Funktionsweise der Paketvermittlung erklärt sich am einfachsten anhand eines Beispiels:


Eine ATM-Zelle, die mit VCI 23 an Port A von Switch 1 ankommt, wird auf Port B weitergeschickt und erhält dabei den VCI 31.
Sie erreicht dann Switch 2 auf Port A. Der schickt sie auf Port C weiter, wobei er den VCI auf 85 ändert.
So kommt die Zelle dann beim Zielrechner an.