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ATM - Kopplung mit anderen Netzen

Bei der Verwendung von ATM als Backbone anderer Netze stellt sich das Problem, dass fast alle Netze mit deutlich größeren Paketen arbeiten als ATM. Ethernet z.B. transportiert bis zu 1500 Bytes pro Paket. Es wird also ein Mechanismus benötigt, diese Pakete nochmals zu zerteilen und in ATM-Zellen zu stecken. Dazu dient in jenen Routern, die ATM mit anderen Netzen koppeln, eine Funktionseinheit, die "SAR" (Segmentation and Reassembly) genannt wird. Das Protokoll, nach dem die Pakete zerteilt, übertragen und wieder zusammengesetzt werden, heißt AAL (ATM Adaptation Layer).

Es gibt verschiedene Varianten, die je nach den zu transportierenden Daten eingesetzt werden:

AAL1: Datenströme mit konstanter Bitrate
AAL2: Datenströme mit variabler Bitrate
AAL5: Paketierte Daten

Im Zusammenhang mit der LAN-Kopplung ist also vor allem AAL5 interessant. Dabei wird das zu transportierende Datenpaket (z.B. ein IP-Paket) zunächst folgendermaßen mit einer weiteren Hülle versehen, CPCDS-PDU (Common Part Convergence Sublayer Payload Data Unit) genannt:


Der CRC ist eine Prüfsumme über das gesamte Paket, die Länge gibt die Anzahl von Bytes der zu transportierenden Daten an. Das PAD besteht aus Füllbytes, die die Gesamtlänge der CPCDS-PDU auf ein Vielfaches von 48 bringen. Nun wird diese in 48 Byte lange Teilstücke zerlegt und als ATM-Zellen übertragen. Um die korrekte Reihenfolge braucht man sich bei ATM nicht zu kümmern, die wird vom Netz gewährleistet. Der Empfänger setzt nun die ankommenden Nutzdaten wieder zusammen und kann anhand der Längeninformation das ursprüngliche Datenpaket wieder extrahieren.