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Hintergrund
Breit- und Basisband
Ethernet

Ethernet wurde etwa um 1972 am Palo Alto Research Center der Firma Xerox von Robert D. Metcalfe entwickelt. Es sollte zunächst ein lokales Netzwerk (LAN) mit einer Ausdehnung von maximal einem Kilometer über eine Koaxialverkabelung werden. Dabei hatte Metcalfe ursprünglich eine Übertragungsgeschwindigkeit von 3 Mbit/s festgelegt und eine Bus-Topologie gewählt. 1976 wurde sein Ethernet („Ether“ bedeutete dabei so etwa „überall“ und „net“ eben „Netzwerk“) der Öffentlichkeit vorgestellt und im Februar 1980 der IEEE zur Standardisierung übergeben. Allerdings hatte die IEEE einige Änderungen an Metcalfe’s Version vorgenommen. So wurde beispielsweise die Übertragungsgeschwindigkeit von 3 Mbit/s auf 10 Mbit/s erhöht und der Paketaufbau (hier Frame genannt) verändert. Deshalb ist Robert D. Metcalfe von Xerox mit den Firmen Intel und DEC zusammengekommen, um sein Ethernet ebenfalls weiter zu entwickeln. Die so genannte DIX-Gruppe forcierte dann eine Ethernet Version 2, die bis heute in den lokalen Netzwerken im Einsatz ist (z.B. in Windows-Netzwerken). Beide Versionen, IEEE 802.3 CSMA/CD und Ethernet Version 2, können parallel in einem lokalen Netzwerk betrieben werden, allerdings sind sie inkompatibel. Das stört heute weniger, da Netzwerkkarten heute beide Versionen unterstützen können.

Lizenzen an andere Hersteller wurden beinahe kostenlos vergeben, so dass sehr schnell eine große Menge an PC-Karten und sonstiger Vernetzungstechnik für Ethernet von zahlreichen Herstellern auf den Markt kamen. Diese Vielfalt führte zu einer sehr sauberen Implementierung des Standards, da sich kein Hersteller leisten konnte, dass seine Komponenten mit denen anderer Hersteller nicht interoperabel waren. Die schnelle Verbreitung und führte zu einem günstigen Preis, was Ethernet zu seinem Durchbruch verhalf. Heute folgen mehr als 90 Prozent aller LAN-Ports weltweit dem Ethernet-Standard.

Im Laufe seiner fast dreißigjährigen Geschichte hat sich Ethernet ständig weiterentwickelt. Neben verschiedenen Varianten im 10 Mbit/s-Bereich (Bus, Stern, Koaxialkabel, Twisted Pair Kabel, Glasfaserkabel) entwickelte sich auch die Übertragungsgeschwindigkeit etwa alle drei Jahre weiter. So entstand um 1995 das Fast Ethernet mit 100 Mbit/s, ab 1998 die Gigabit-Variante und seit 2002 sogar eine 10 Gigabit-Variante.

Das Namensschema von Ethernet ist relativ einheitlich geblieben. So bedeutet z.B. 10 Base 5, dass diese Variante eine Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Mbit/s hat, sich bei der Übertragung auf das Basisbandverfahren stützt (Es gab auch Überlegungen für eine breitbandige Übertragung, die durch "Broad" gekennzeichnet wurde, sich aber nicht durchsetzen konnte) und ein Koaxialbus bis 500 Meter aufgebaut werden kann. Heute bezeichnet der letzte Buchstabe den Verkabelungstyp, z.B. 100 Base TX für Twisted Pair oder 100 Base FX für Glasfaserkabel.

Durch die Einführung einer strukturierten Verkabelungsnorm dürfen streng genommen in den Büros seit 1995 keine Koaxialkabel mehr eingesetzt werden. Dies spiegelte sich auch in der Weiterentwicklung des Ethernets wieder, denn ab Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s gibt es keine Koaxial-Variante mehr.