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Abbildung
links: SC-Duplex-Stecker. Besteht aus zwei Steckern, die mechanisch miteinander verbunden sind.
rechts: MTRJ-Stecker. Beide Adern in einem Stecker. Der Stecker wird ähnlich einem RJ-45-Stecker eingeklipst. Die Stecker sind für die Selbstmontage vorgesehen. Da man bei Glasfasern ohne teures Spezialwerkzeug keine planen Schnittkanten erhält, wird das Ende in ein Gel eingelegt, das den selben Brechungsindex wie die Glasfaser hat.

Ethernet über Glasfasern

Glasfasern sind empfindlicher als Kupferkabel und erfordern eine aufwendigere Verbindungstechnik. Zusammen mit dem höheren Preis für Medium, Stecker und Netzwerkkarten ist momentan der Einsatz meist noch auf das Kernnetz einer Firma beschränkt. Dort zeigen sich Glasfasern allerdings von ihrer besten Seite: Sie sind für sehr hohe Übertragungsraten geeignet und haben nicht wie Kupfersteckverbinder mit Alterungsproblemen zu kämpfen.

Für Ethernet gibt es mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Standards für Glasfaserverbindungen, was bei der Auswahl entsprechender Netzwerkkomponenten berücksichtigt werden muss:

Bezeichnung MBit/s Lichtwellenlänge max. Distanz Medium
100Base-FX 1001300 nm2000 mMultimode, 50/62,5
1000Base-LX 12501300 nm5000 mSinglemode, 9
1000Base-LX 12501300 nm550 mMultimode, 50/62,5
1000Base-SX 1250850 nm550 mMultimode, 50
1000Base-SX 1250850 nm275 mMultimode, 62,5

Typje 1 Glasfaser pro Richtung
Maximale Länge275 - 5000 m
AnschlüsseSC-Duplex oder MTRJ
TopologieStern
Maximalzahl Endgeräte2

Multimode-Glasfasern sind relativ dick (50 - 62,5 Mikrometer) und mit einem vom Zentrum der Faser zu ihrem Rand hin abfallenden Brechungsindex ausgestattet. Die zu übertragenden Signale können mit einer Leuchtdiode eingespeist werden. Dadurch breiten sie sich nicht geradlinig im Medium aus sondern laufen kreuz und quer, wobei sie jeweils am Rand reflektiert werden. Da ein Impuls so auf unterschiedlichen Wegen zum Empfänger gelangt, wird er leicht verformt. Dieses Problem haben Singlemode-Glasfasern (auch Monomode-Glasfasern genannt) nicht. Sie sind so dünn (9 - 10 Mikrometer), dass das Signal nahezu geradlinig durchläuft. Dazu muss es jedoch mit einer vergleichsweise teuren Laserdiode eingespeist werden.