
|
|
Ethernet über Glasfasern
Glasfasern sind empfindlicher als Kupferkabel und erfordern eine aufwendigere
Verbindungstechnik. Zusammen mit dem höheren Preis für Medium, Stecker und
Netzwerkkarten ist momentan der Einsatz meist noch auf das Kernnetz einer Firma
beschränkt. Dort zeigen sich Glasfasern allerdings von ihrer besten Seite: Sie
sind für sehr hohe Übertragungsraten geeignet und haben nicht wie
Kupfersteckverbinder mit Alterungsproblemen zu kämpfen.
Für Ethernet gibt es mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Standards für
Glasfaserverbindungen, was bei der Auswahl entsprechender Netzwerkkomponenten
berücksichtigt werden muss:
| Bezeichnung |
MBit/s |
Lichtwellenlänge |
max. Distanz |
Medium |
| 100Base-FX |
100 | 1300 nm | 2000 m | Multimode, 50/62,5 |
| 1000Base-LX |
1250 | 1300 nm | 5000 m | Singlemode, 9 |
| 1000Base-LX |
1250 | 1300 nm | 550 m | Multimode, 50/62,5 |
| 1000Base-SX |
1250 | 850 nm | 550 m | Multimode, 50 |
| 1000Base-SX |
1250 | 850 nm | 275 m | Multimode, 62,5 |
| Typ | je 1 Glasfaser pro Richtung |
| Maximale Länge | 275 - 5000 m |
| Anschlüsse | SC-Duplex oder MTRJ |
| Topologie | Stern |
| Maximalzahl Endgeräte | 2 |
Multimode-Glasfasern sind relativ dick (50 - 62,5 Mikrometer) und mit einem
vom Zentrum der Faser zu ihrem Rand hin abfallenden Brechungsindex ausgestattet.
Die zu übertragenden Signale können mit einer Leuchtdiode eingespeist werden.
Dadurch breiten sie sich nicht geradlinig im Medium aus sondern laufen kreuz
und quer, wobei sie jeweils am Rand reflektiert werden. Da ein Impuls so auf
unterschiedlichen Wegen zum Empfänger gelangt, wird er leicht verformt. Dieses
Problem haben Singlemode-Glasfasern (auch Monomode-Glasfasern genannt) nicht.
Sie sind so dünn (9 - 10 Mikrometer), dass das Signal nahezu geradlinig
durchläuft. Dazu muss es jedoch mit einer vergleichsweise teuren Laserdiode
eingespeist werden.
|
|