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Funkfrequenzbereiche
GSM - Funkverbindung

GSM arbeitet mit gepaarten Frequenzbereichen. Für die Verbindung vom Mobilgerät zur Basisstation ist der Bereich 890 - 915 MHz vorgesehen, für die Gegenrichtung der Bereich 935 - 960 MHz. Die beiden Bereich haben damit einen Abstand von 45 MHz. Ein Handy das z.B. auf 907,2 MHz sendet, empfängt folglich auf 952,2 MHz. Bei DCS 1800 (E-Netze) sind die Bereiche 1710 - 1785 MHz und 1805 - 1880 MHz. Die Frequenzen sind aufgeteilt in Kanäle, die jeweils eine Bandbreite von 200 kHz haben. Im 900 MHz-Band haben damit 124 Kanäle Platz - davon gehören 57 zum D1-Netz, 57 zum D2-Netz und 10 wurden in Reserve gehalten.


Jeder Kanal wird im Zeitmultiplexverfahren (TDMA, Time Division Multiple Access) achtfach belegt. Dazu werden pro Zeitschlitz 142 Bits als sogenannter "Burst" übertragen. Acht dieser Bursts bilden einen TDMA-Frame. Die Basisstation überträgt solche Frames in ununterbrochener Folge. Ein Mobilgerät, dessen Daten in jedem Frame im 6. Zeitschlitz stecken, muss nun aus seinen Empfangsdaten nur die richtigen Informationen heraussuchen und erhält so einen kontinuierlichen Datenstrom.


8 Zeitschlitze à 142 Bit

Nicht alle Zeitschlitze dienen der Übertragung von Nutzdaten, ein Teil wird auch für die Signalisierung im Netz verwendet oder versorgt die Mobilgeräte mit notwendigen Informationen wie z.B. den anderen Frequenzen der selben Basisstation oder den Frequenzen der Nachbarzellen. Ein anderer Kanal enthält Rufinformationen, d.h. darüber erhält ein Mobilgerät die Mitteilung, dass es gerade angerufen wird. Auch SMS-Nachrichten erreichen das Mobilgerät über einen Signalisierungs-Kanal.

Das Zeitmultiplexverfahren wird auch für die Übertragung von der Mobilstation zur Basisstation verwendet. Jedes Mobilgerät erhält dafür einen Zeitschlitz und eine Sendefrequenz fest zugewiesen, d.h. auf jeder Frequenz wechseln sich bis zu acht Mobilgeräte mit dem Senden ab.