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Unter "Datennetze" sind hier Komponenten, Verfahren und Protokolle der
beiden untersten Schichten des OSI-Referenzmodells zusammengefasst.
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Datennetze
Datennetze transportieren Informationen. Das erste Datennetz wurde bereits
Mitte des 19. Jahrhunderts aufgebaut und diente der Telegrafie, also der
Übermittlung von Texten per Morsecode über Kupferleitungen. Das Datennetz,
das die normalen menschlichen Gewohnheiten am meisten unterstützt und deswegen
kaum als solches wahrgenommen wird, dürfte das Telefonnetz sein.
Im Hinblick auf Datennetze denkt man heute jedoch hauptsächlich an die
Kommunikation von EDV-Komponenten miteinander. Computernetze haben die
Arbeitsabläufe in Unternehmen in den 90er Jahren sicher ähnlich massiv
verändert, wie die Einführung von Arbeitsplatz-Computern in den 80ern.
Über große Distanzen werden nicht nur solche lokalen Netze miteinander
gekoppelt, mit dem Internet wurde zudem eine Datenkommunikation für jedermann
möglich. Dessen Bedeutung wird mittlerweile mit der Erfindung des Buchdrucks
verglichen. Ob das tatsächlich so ist, werden jedoch erst zukünftige
Generationen beurteilen können.
Im Bereich lokaler Netze hat heute das Ethernet eine herausragende Stellung.
Die Komponenten sind vergleichsweise preiswert, leistungsfähig und die
Anschlussverfahren leicht zu verstehen. Frühere Alternativen wie z.B.
Token Ring verlieren zunehmend an Bedeutung. Um die Kosten für die Verkabelung
zu sparen, werden jedoch kabellose Netze (WLANs) immer populärer. Das
betrifft die Heimvernetzung, da hier meist keine entsprechenden Kabelschächte
vorhanden sind, aber auch Firmennetze - vor allem im Hinblick auf die immer
häufiger werdenden Notebooks.
Preiswerte Verbindungen über größere Distanzen ermöglicht ISDN. Aber auch hier
zeigt sich die gleiche Tendenz: An Kabel und damit an bestimmte Standorte gebundene
Dienste bekommen Konkurrenz durch mobile Dienste, hier in Form des
Handynetzes GSM, seine Erweiterungen GPRS und HSCSD und die nächste Generation
in Form von UMTS.
Das Internet beruht auf der schnellen Verbindung von Diensteanbietern
untereinander. Diese knüpfen damit dieses weltweite Netz. Die Entfernungen
werden dabei größtenteils mit Glasfaserleitungen überbrückt, die schnelle
Vermittlung von Datenpaketen basiert oftmals auf internen Hochgeschwindigkeitsnetzen,
wobei hier häufig ATM eingesetzt wird. Sie stellen diese Netze aber nicht
nur Internetsurfern zur Verfügung sondern in Form virtueller privater
Netze auch Unternehmen zur schnellen Verbindung der Standorte miteinander.
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