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Token Ring

Token Ring ist zunächst nur ein Zugriffsverfahren, das ebenso wie CSMA/CD in einer IEEE-Norm festgehalten wurde. Bei Token Ring ist dies die IEEE 802.5. Ein populärer Netzwerkstandard wurde daraus jedoch erst mit der Markteinführung der Implementierung der Firma IBM im Jahr 1985. Es war als Hochgeschwindigkeitsnetz mit Basisbandübertragung für die Bürokommunikation gedacht. Auch IBM versuchte einen weithin unterstützten, offenen Standard daraus zu machen, dies gelang jedoch nur in weit bescheidenerem Maße als bei Ethernet.

Somit blieb Token Ring weitgehend mit der IBM-Welt verbunden. In den Anfangsjahren der Arbeitsplatzvernetzung konnte es aufgrund der starken Dominanz von IBM in mittleren und größeren Firmen sehr gut mit der Ausbreitung von Ethernet mithalten, mittlerweile geht seine Bedeutung immer mehr zurück.

Dabei sind einige Konzepte bei Token Ring verblüffend einfach und effizient. Der Medienzugriff erfolgt nach einem faireren Verfahren als bei Ethernet und lässt auch eine höhere Gesamtbelastung zu, da es prinzipbedingt zu keinen Kollisionen kommen kann. Umgekehrt erfordert das Token-Ring-Protokoll eine sehr aufwendige Verwaltung, wodurch den Netzwerkkarten eine gewisse "Eigenintelligenz" abverlangt wird. Dadurch und durch die geringeren Stückzahlen sind Token-Ring-Komponenten deutlich teurer als solche für Ethernet.