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IBM 8228 Multistation Access Unit (Hub)

PCI Netzwerkkarte, Bilder von www.ibm.com

Token Ring - Übertragungsmedien

Token Ring arbeitete ursprünglich mit "IBM Typ 1"-Kabeln mit einer Datenrate von 4 Mbit/s. Später kam noch eine Variante mit 16 Mbit/s dazu, die heute überwiegend eingesetzt wird. Als Kabel kommen mittlerweile überwiegend UTP-Kabel zum Einsatz. Die Mindestanforderung für 4 Mbit/s sind dabei Cat2, für 16 Mbit/s Cat4. Typischerweise werden heute jedoch Cat5-Kabel eingesetzt, die später eine problemlose Migration z.B. auf Fast Ethernet ermöglichen.

Als Steckverbinder wurden ursprünglich solche des IBM Cabling System verwendet. Diese sind hermaphroditisch gestaltet und können damit nicht nur in Wanddosen und Geräte gesteckt werden, zwei Stecker passen auch zusammen, z.B. um Kabel zu verlängern. Endgeräte haben eine 9-polige D-Sub-Buchse, da der ICS-Stecker zu groß wäre. Mittlerweile werden meist RJ-45-Stecker verwendet, so dass eine Token-Ring-Netzwerkkarte äußerlich nicht von einer Ethernet-Karte zu unterscheiden ist.

Für Token Ring gibt es auch die Möglichkeit Glasfasern mit einer Übertragungsrate von 100 Mbit/s einzusetzen. Das wird z.B. für einen ebenfalls ringförmig ausgelegten Backbone genutzt, an den über Bridges kleinere Ringe mit 16 Mbit/s angeschlossen sind. Es gibt allerdings auch einen Standard für "Fast Token Ring", das 100 Mbit/s über Kupferkabel realisiert. "Gigabit Token Ring" ist ebenfalls spezifiziert, wird sich aber aller Voraussicht nach nicht mehr durchsetzen.

Token Ring hat in weit geringerem Maß als Ethernet mit Längenbeschränkungen aufgrund der Signallaufzeiten zu kämpfen. Dadurch kann ein Netz mit Zwischenverstärkern auch ohne Bridges eine Ausdehnung von mehreren Kilometern erreichen.