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Token Ring - Übertragungsmedien
Token Ring arbeitete ursprünglich mit "IBM Typ 1"-Kabeln mit einer Datenrate
von 4 Mbit/s. Später kam noch eine Variante mit 16 Mbit/s dazu, die heute
überwiegend eingesetzt wird. Als Kabel kommen mittlerweile überwiegend
UTP-Kabel zum Einsatz. Die Mindestanforderung für 4 Mbit/s sind dabei Cat2,
für 16 Mbit/s Cat4. Typischerweise werden heute jedoch Cat5-Kabel eingesetzt,
die später eine problemlose Migration z.B. auf Fast Ethernet ermöglichen.
Als Steckverbinder wurden ursprünglich solche des IBM Cabling System verwendet.
Diese sind hermaphroditisch gestaltet und können damit nicht nur in Wanddosen
und Geräte gesteckt werden, zwei Stecker passen auch zusammen, z.B. um Kabel
zu verlängern. Endgeräte haben eine 9-polige D-Sub-Buchse, da der ICS-Stecker
zu groß wäre. Mittlerweile werden meist RJ-45-Stecker verwendet, so dass eine
Token-Ring-Netzwerkkarte äußerlich nicht von einer Ethernet-Karte zu
unterscheiden ist.
Für Token Ring gibt es auch die Möglichkeit Glasfasern mit einer Übertragungsrate
von 100 Mbit/s einzusetzen. Das wird z.B. für einen ebenfalls ringförmig
ausgelegten Backbone genutzt, an den über Bridges kleinere Ringe mit 16 Mbit/s
angeschlossen sind. Es gibt allerdings auch einen Standard für "Fast Token
Ring", das 100 Mbit/s über Kupferkabel realisiert. "Gigabit Token Ring" ist
ebenfalls spezifiziert, wird sich aber aller Voraussicht nach nicht mehr
durchsetzen.
Token Ring hat in weit geringerem Maß als Ethernet mit Längenbeschränkungen
aufgrund der Signallaufzeiten zu kämpfen. Dadurch kann ein Netz mit
Zwischenverstärkern auch ohne Bridges eine Ausdehnung von mehreren Kilometern
erreichen.
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