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Token Ring - Netztopologie
Ein Token-Ring-Netzwerk hat die Struktur eines Doppelringes. Die Verbindungen
werden gerichtet betrieben, d.h. die Daten können sich im einen Ring nur im
Uhrzeigersinn bewegen, im anderen entsprechend in Gegenrichtung. Der zweite Ring
wird normalerweise nicht benutzt sondern dient als Backup, wenn der Ring an
einer Stelle unterbrochen wird:
In der Praxis wäre die obige Anordnung kaum realisierbar, da jedes Endgerät mit
zwei Nachbarn verbunden sein müsste und dies mit Leitungen für Hin- und
Rückrichtung. IBM hat sich deswegen eine Mischung aus Ring- und Sternverkabelung
ausgedacht, einen sogenannten "Star Shaped Ring". Herzstück dieser Topologie
sind Ringleitungsverteiler - passive Komponenten, die ansonsten in etwa die
Aufgabe von Hubs im Ethernet wahrnehmen:
Ringleitungsverteiler ermöglichen also den Anschluss von mehreren Endgeräten an
den Ring, wobei die doppelte Auslegung des Rings nur für die Verbindung der
Ringleitungsverteiler untereinander gilt. Dafür steuert jedes Endgerät ein
Relais im Ringverteiler, mit dem es sich in den Ring einklinkt. Ist kein Gerät
angeschlossen, das Gerät abgeschaltet oder das Kabel defekt, wird das Relais
nicht angesprochen und koppelt das Gerät vom Ring ab, schließt den Ring und
verbindet die zum Endgerät führenden Leitungen miteinander. Dadurch kann ein
neu angeschlossenes oder eingeschaltetes Gerät zunächst sich selbst und seine
Verbindung zum Ringleitungsverteiler testen, bevor es die Spannung für das
Relais einschaltet und sich damit in den Ring einbindet.
Durch mehrere im Ring verschaltete Ringleitungsverteiler entsteht so ein Netz
der oben links abgebildeten Topologie. Fällt eine Verbindung aus, wird der Ring
über die zweite Ringleitung wieder geschlossen (siehe oben rechts).
Bridges ermöglichen die Kopplung von je zwei Ringen, so dass Strukturen aus
zahlreichen miteinander verbundenen Ringnetzen entstehen können:
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