Datennetze
Einführung
Ethernet
Token Ring
WLAN (802.11)
Telefon / ISDN
Mobilfunk
ATM
WAN / Internet

Hauptmenü
Startseite
Einführung
Daten übertragen
Transport
Anwendungen
Info

Themen
Einführung
Übertragungsmedien
Netztopologie
Medienzugriff
Paketaufbau
Token Ring - Paketaufbau

Das Token ist drei Bytes lang und folgendermaßen aufgebaut:


Alle drei Bytes sind auch in einem normalen Datenpaket enthalten, die beiden ersten am Anfang, das dritte am Ende. Daher haben einige der enthaltenen Bits auch nur bei Datenpaketen eine Bedeutung:

J und K:
Im Token Ring wird als Leitungscodierung das Manchesterverfahren verwendet, bei dem immer in der Mitte eines übertragenen Bits ein Pegelsprung vorkommt - bei einer übertragenen "0" von Hi auf Lo, bei einer "1" von Lo auf Hi. J und K sind nun bewusste Verletzungen dieser Regel: Bei J wird der letzte Pegel des vorherigen Bits über die ganze Bitzeit gehalten, bei K wird der vorherige Pegel am Beginn der Bitzeit gewechselt. Durch diese Verletzung der Codierung kann das Token bereits am ersten übertragenen Byte sicher erkannt werden.

P und R:
P ist ein 3-Bit-Wert (also eine Zahl zwischen 0 und 7), der die Priorität des Datenpakets angibt. Eine Station darf das Token nur dann einziehen und seine Daten senden, wenn diese mindestens die hier angegebene Priorität haben. Nach einer Übertragung hoher Priorität folgt immer mindestens eine mit Priorität Null. Das wird über die R-Bits gesteuert. Hier kann ein Endgerät in einem vorbeikommenden Token oder Datenpaket (auch dort ist das Access Control Byte enthalten) die Priorität für die nächste "Runde" festlegen. Die hohe Priorität wird also erst eingesetzt, nachdem das aktuelle Datenpaket vom Ring genommen wurde.

T und M:
Das T-Bit gibt an, dass es sich bei dem Paket um ein Token handelt. M ist das Monitor-Bit

I:
Das Intermediate Bit besagt bei Datenpaketen, dass es sich um ein Paket aus einer mehrere Pakete langen Übertragung handelt. Im Token ist es "0".

E:
Das Error-Bit wird gesetzt, wenn das Paket fehlerhaft ist. Beim Token ist es immer "0".

Ein Datenpaket sieht im Token Ring folgendermaßen aus:


Start Delimiter, Access Control und End Delimiter haben die gleiche Funktion wie im Token.

Frame Control:
Die beiden F-Bits geben an, um was für ein Paket es sich handelt:
00: Mac-Paket, d.h. ein Steuerpaket für das Token-Ring-Protokoll
01: LLC-Paket, d.h. ein Paket mit Anwenderdaten

Die vier Z-Bits enthalten Informationen, wie das Paket zu puffern ist, die r-Bits sind für zukünftige Anwendungen reserviert.

Adressen:
Jedes Gerät im Token Ring hat eine vom Hersteller festgeschriebene, eindeutige Hardwareadresse. Man kann aber zudem jedem Gerät eine Adresse zuweisen und es gibt verschiedene Spezialadressen, z.B. für Broadcasts (Pakete, die alle empfangen sollen) oder Pakete, die für den Monitor bestimmt sind. Um welchen Adresstyp es sich handelt geht aus den ersten Bits der Adresse hervor.

Prüfsumme:
FCS (Frame Check Sequence) genannt, wird über alle zwischen Start und End Delimiter gelegenen Bytes berechnet.

Frame Status:
A und C sind beim Versand eines Pakets auf Null gesetzt. Beide Bits sind zur Sicherheit doppelt vorhanden, da sie nicht von der Prüfsumme erfasst werden. Der Empfänger des Pakets setzt das A-Bit, wenn er das Paket als für ihn bestimmt erkannt hat und das C-Bit, wenn er das ganze Paket korrekt empfangen hat. Das Paket kommt nach einer Runde durch den Ring wieder beim Sender an. Dieser kann an den beiden Bits erkennen, ob das Paket gut angekommen ist. Die r-Bits werden nicht benutzt.