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Token Ring - Paketaufbau
Das Token ist drei Bytes lang und folgendermaßen aufgebaut:
Alle drei Bytes sind auch in einem normalen Datenpaket enthalten, die beiden
ersten am Anfang, das dritte am Ende. Daher haben einige der enthaltenen Bits
auch nur bei Datenpaketen eine Bedeutung:
J und K:
Im Token Ring wird als Leitungscodierung das Manchesterverfahren verwendet, bei
dem immer in der Mitte eines übertragenen Bits ein Pegelsprung vorkommt - bei
einer übertragenen "0" von Hi auf Lo, bei einer "1" von Lo auf Hi. J und K sind
nun bewusste Verletzungen dieser Regel: Bei J wird der letzte Pegel des
vorherigen Bits über die ganze Bitzeit gehalten, bei K wird der vorherige Pegel
am Beginn der Bitzeit gewechselt. Durch diese Verletzung der Codierung kann das
Token bereits am ersten übertragenen Byte sicher erkannt werden.
P und R:
P ist ein 3-Bit-Wert (also eine Zahl zwischen 0 und 7), der die Priorität des
Datenpakets angibt. Eine Station darf das Token nur dann einziehen und seine
Daten senden, wenn diese mindestens die hier angegebene Priorität haben. Nach
einer Übertragung hoher Priorität folgt immer mindestens eine mit Priorität
Null. Das wird über die R-Bits gesteuert. Hier kann ein Endgerät in einem
vorbeikommenden Token oder Datenpaket (auch dort ist das Access Control Byte
enthalten) die Priorität für die nächste "Runde" festlegen. Die hohe Priorität
wird also erst eingesetzt, nachdem das aktuelle Datenpaket vom Ring genommen
wurde.
T und M:
Das T-Bit gibt an, dass es sich bei dem Paket um ein Token handelt. M ist das
Monitor-Bit
I:
Das Intermediate Bit besagt bei Datenpaketen, dass es sich um ein Paket aus
einer mehrere Pakete langen Übertragung handelt. Im Token ist es "0".
E:
Das Error-Bit wird gesetzt, wenn das Paket fehlerhaft ist. Beim Token ist es
immer "0".
Ein Datenpaket sieht im Token Ring folgendermaßen aus:
Start Delimiter, Access Control und End Delimiter haben die gleiche Funktion wie
im Token.
Frame Control:
Die beiden F-Bits geben an, um was für ein Paket es sich handelt:
00: Mac-Paket, d.h. ein Steuerpaket für das Token-Ring-Protokoll
01: LLC-Paket, d.h. ein Paket mit Anwenderdaten
Die vier Z-Bits enthalten Informationen, wie das Paket zu puffern ist, die
r-Bits sind für zukünftige Anwendungen reserviert.
Adressen:
Jedes Gerät im Token Ring hat eine vom Hersteller festgeschriebene, eindeutige
Hardwareadresse. Man kann aber zudem jedem Gerät eine Adresse zuweisen und es
gibt verschiedene Spezialadressen, z.B. für Broadcasts (Pakete, die alle
empfangen sollen) oder Pakete, die für den Monitor bestimmt sind. Um welchen
Adresstyp es sich handelt geht aus den ersten Bits der Adresse hervor.
Prüfsumme:
FCS (Frame Check Sequence) genannt, wird über alle zwischen Start und End
Delimiter gelegenen Bytes berechnet.
Frame Status:
A und C sind beim Versand eines Pakets auf Null gesetzt. Beide Bits sind zur
Sicherheit doppelt vorhanden, da sie nicht von der Prüfsumme erfasst werden.
Der Empfänger des Pakets setzt das A-Bit, wenn er das Paket als für ihn bestimmt
erkannt hat und das C-Bit, wenn er das ganze Paket korrekt empfangen hat. Das
Paket kommt nach einer Runde durch den Ring wieder beim Sender an. Dieser kann
an den beiden Bits erkennen, ob das Paket gut angekommen ist. Die r-Bits werden
nicht benutzt.
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