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X.25
X.25 wurde Anfang der 80er Jahre eingeführt und war eines der ersten
paketvermittelnden öffentlichen Netze. In Deutschland wurde es von der Post
unter dem Namen "Datex-P" vermarktet. Um Datex-P-Verbindungen von außen
zuzulassen benötigt man ein spezielles Modem der Post und einen Rechner, der
das X.25-Protokoll beherrscht. Zur Einwahl ins Datex-P genügt ein geringerer
Aufwand: Die Post (heute Telekom) betreibt Einwahlpunkte, die "PAD" (Packet
Assembly Disassembly) genannt werden und per Akustikkoppler oder Modem
erreichbar sind. Dort muss man sich mit seiner Teilnehmerkennung (NUI, Network
User Identification) und Passwort ausweisen und kann dann die NUI des
Endgerätes angeben, mit dem man kommunizieren möchte. Nach erfolgreichem
Verbindungsaufbau können Daten übertragen werden, wobei das PAD die Paketierung
übernimmt.
Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt bei maximal 9600 Bit/s. Da es sich
jedoch nicht um eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung handelt, kann ein Teilnehmer
mit Datex-P-Modem quasi gleichzeitig mit mehreren Endgeräten kommunizieren.
Datex-P ist insbesondere für solche Kommunikationsaufgaben geeignet, wo
potentiell mehrere Endgeräte gleichzeitig mit einer Zentrale Kontakt aufnehmen,
aber nur geringe Datenmengen übertragen werden. Ein Beispiel wären z.B.
Bestellungen von Filialen eines Unternehmens beim zentralen Lager oder die
Übertragung von Kassenabrechnungen der Filialen an die zentrale EDV.
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