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Datex-P existiert zwar noch, besetzt heute aber nur noch wenige Nischen. Es gibt jedoch mit Frame Relay einen Nachfolger, der ebenfalls mit einem paketvermittelnden Netz arbeitet, aber mit deutlich höheren Datenraten. Dafür wird auf die aufwendige Fehlerkorrektur seitens des Netzes verzichtet, da man davon ausgehen kann, dass die Endgeräte auf höherer Protokollebene ohnehin eine Fehlerüberprüfung vornehmen.

Frame Relay wird von den Telekommunikationsfirmen angeboten, um die lokalen Netze verschiedener Firmenstandorte miteinander zu verbinden. Normalerweise wird dazu an jedem Standort ein Router bereitgestellt, der über sein Ethernet-Interface die Verbindung mit dem LAN ermöglicht. Gleichzeitig schaltet der Anbieter feste Routen zwischen den Standorten in seinem paketvermittelnden Netz. Der Kunde kann also den Kommunikationspartner nicht selbst anwählen. Damit kann man ein Frame-Relay-Netz als "privates" Netz betrachten, in das kein Außenstehender eindringen kann. Im Grunde entspricht es funktional einer ISDN-Standleitung, allerdings bei höheren Datenraten zu deutlich attraktiveren Preisen.


Eine Besonderheit bei Frame Relay ist die Unterscheidung in die technisch maximal mögliche Übertragungsrate und die garantierte Übertragungsrate (CIR, committed information rate). Der Router beim Kunden markiert dazu alle Pakete, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (0,1 - 1 Sekunde) die garantierte Rate nicht übersteigen mit hoher Priorität, alle übrigen mit geringer Priorität. Falls nun ein Switch innerhalb des Frame-Relay-Netzes aufgrund von Kapazitätsengpässen Pakete verwerfen muss, trifft es zuerst jene mit geringer Priorität. Das Netz ist so ausgelegt, dass es auch unter Spitzenlast normalerweise keine Pakete hoher Priorität verwerfen muss. So kann man z.B. eine Anbindung an Frame Relay mit 2 Mbit/s erhalten, wobei nur 512 Kbit/s garantiert sind. Dafür ist aber auch der Preis wesentlich geringer als bei einer 2 Mbit/s Standleitung.