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WLAN - Übertragungsverfahren
Es sind verschiedene Übertragungsgeschwindigkeiten möglich. Die Endgeräte sind
in der Lage, diese abhängig von der Übertragungsqualität (Störungen, Signalpegel)
selbständig anzupassen, sprich während der Datenübertragung zu erhöhen oder zu
senken.
| Standard |
Übertragungsrate |
Bandspreizung |
| 802.11 | 1 MBit/s | FHSS / DSSS |
| 802.11 | 2 MBit/s | FHSS / DSSS |
| 802.11b | 5,5 MBit/s | DSSS |
| 802.11b | 11 MBit/s | DSSS |
WLANs nutzen zur Datenübertragung das sogenannte ISM-Band (Industrial, Scientific,
Medical), den Frequenzbereich von 2,4000 - 2,4835 GHz, der weltweit für
unlizensierte Funkanwendungen mit begrenzter Sendeleistung (in Europa 100mW)
reserviert ist. Damit sind in Gebäuden Reichweiten von 100 - 300m erreichbar, bei
einer gerichteten Übertragung wären bis zu 15 km möglich. Das ISM-Band darf jedoch
nur innerbetrieblich genutzt werden, man darf damit nicht als Service Provider
tätig werden und selbst eine grundstückübergreifende Nutzung ist anmeldepflichtig.
Würden die Daten in einem WLAN einfach auf einen Träger aufmoduliert, entstünde
ein sehr schmalbandiges Ausgangssignal. Dieses wäre erstens relativ leicht
abzuhören und zweitens sehr störanfällig. Deswegen wird das Signal bei der
Modulation auf den Träger auf eine wesentlich höhere Bandbreite "gespreizt".
Dazu dienen zwei Verfahren:
- FHSS: (Frequency Hopping Spread Spectrum / Frequenzsprung-Spreizbandtechnik)
Hier wird die Trägerfrequenz 2,5 mal pro Sekunde gewechselt.
- DSSS: (Direct Sequence Spread Spectrum / Direktsequenz-Spreizbandtechnik)
Jedes übertragene Bit wird mit einer berechneten Folge von 11 Bits
exklusiv-oder-verknüpft. Der Empfänger muss die gleiche Bitsequenz benutzen,
um die ursprünglichen Daten wieder herstellen zu können.
Entgegen den Beteuerungen der Hersteller sind WLANs jedoch nicht absolut
störsicher - insbesondere die gemeinsame Nutzung mit Bluetooth, das ein wesentlich
agressiveres Medienzugriffsverfahren hat führt in der Praxis zu sehr deutlichen
Performanceeinbrüchen im WLAN.
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