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WLAN - Medienzugriff
Das Zugriffsverfahren bei WLANs ähnelt stark dem von Ethernet. Es wird CSMA/CA
(Carrier Sense Multiple Access / Collission Avoidance) genannt. Es versucht,
Kollisionen möglichst zu vermeiden, da bei Funknetzen eine Kollision nicht
zuverlässig erkannt werden kann. Folgende Szenarien machen dies deutlicher:
Im linken Beispiel können die Endgeräte A und B aufgrund eines Hindernisses
nicht miteinander kommunizieren, im rechten Beispiel aufgrund einer zu großen
Entfernung. Das Endgerät C ist günstig platziert und erreicht so beide. Würde
nun A Daten senden, die bei C mit einer Übertragung von B kollidieren, würden
das weder A noch B bemerken.
Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, werden Kollisionen von vornherein
minimiert. Zudem wird jedes ordentlich empfangene Paket durch ein "ACK"
(acknowledge) genanntes Paket beantwortet. So kann der Sender sicher sein,
dass keine Kollision eingetreten ist.
Die Kollisionsvermeidung wird durch mehrere Maßnahmen erreicht:
- Nachdem ein Paket übertragen wurde, warten alle sendebereiten Endgeräte
eine Mindestzeit plus einer zufällig gewählten Zeit, bis sie zu senden
beginnen. Dadurch wird das Problem vermieden, dass meherere Endgeräte
auf das Ende einer Übertragung lauern und dann gleichzeitig zu senden
beginnen.
- Ein Datenpaket kann "angemeldet" werden. Dazu sendet der Sender ein
RTS-Paket (Request to send), in dem er die zu übertragende Paketgröße
anmeldet. Der Empfänger bestätigt dieses mit einem CTS-Paket (Clear to
send), in dem die Paketgröße auch nochmal enthalten ist. Dieses Paket
erhalten auch die Stationen im Reichweitenbereich des Empfängers, die
sich außerhalb der Reichweite des Senders befinden. Sie können nun eigene
Übertragungen entsprechend lange zurückstellen, bis sie das ACK-Paket der
eigentlichen Datenübertragung erhalten.
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