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Quality of Service

Im Hinblick auf Netzwerke oder Netzwerk-Dienstleistungen, beispielsweise von Telekommunikationsanbietern, ist oft von "Quality of Service" (QoS) oder zu deutsch „Dienstgüte“ die Rede. Leider wird dieser Begriff widersprüchlich und auch unterschiedlich von den Fachleuten verwendet, weshalb hier die verschiedenen Sichtweisen dargestellt werden sollen:

  • Viele verwenden diesen Begriff lediglich als Zusammenfassung verschiedener Kriterien, die die Güte eines Netzwerk-Dienstes hinsichtlich Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit beschreiben.
  • Andere sprechen von der Bereitstellung einer garantierten Geschwindigkeit bzw. Zuverlässigkeit in einem Datennetzwerk.
  • Eine dritte Sichtweise meint die Fähigkeit eines Datennetzwerkes, Anwendungen eine bestimmte Geschwindigkeit bzw. Zuverlässigkeit garantieren zu können, was z.B. bei ATM-Verbindungen möglich ist.
Grundsätzlich kann jedes Netzwerk unter seinen Leistungsparametern betrachtet werden. Zu diesen Leistungsparametern gehören nicht nur die (Übertragungs-)Geschwindigkeit bzw. Kapazität oder Zuverlässigkeit (auch Verfügbarkeit genannt), sondern auch Parameter wie beispielsweise die Paketverlustrate, Jitter oder Laufzeiten.

Im Rahmen dieser Website sprechen wir von Dienstgüte oder Quality of Service, wenn für solche Leistungsparameter in bezug auf das Netzwerk oder eines Dienstes Garantien geliefert werden können. Bei Dienstleistungen werden diese Garantien heute meist vertraglich über so genannte Service Level Agreements (SLAs) vertraglich abgesichert, damit auch der Anbieter zur Einhaltung „einen Ansporn“ verspürt.

Class of Service

Neben dem Begriff „Quality of Service“ gibt es auch den Begriff „Class of Service“, kurz „CoS“. Hinter beiden Begriffen verbirgt sich zwar das Ziel der Bereitstellung einer gewissen Qualität, jedoch sind die Verfahren hierzu unterschiedlich. In den Momenten, wo Netzwerke keine Garantien liefern können – das ist z.B. in einem LAN der Fall, versucht man alternativ über Priorisierungstechniken quasi eine Dienstgüte bereitzustellen, in dem man - simpel gesprochen - Paketen unterschiedlicher Nachrichtenarten (Sprache, Daten, Text) oder auch Anwendungen bei der Weiterleitung in den Netzknoten den Vorzug gibt. Dies geschieht unter Verwendung geeigneter Algorithmen, damit eine gewisse Fairness gewahrt bleibt.