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IP - Adressen
IP-Adressen sind im IP V4 immer vier Byte lang. Sie sind abhängig vom Inhalt des
ersten Bytes in Klassen eingeteilt:

Man kann sich dieses Adressschema analog zu Telefonnummern vorstellen: Sehr große
Städte haben eine kurze Vorwahl und sehr lange Teilnehmernummern. Dies entspräche
den Class-A-Netzen, die nur 7 Bit für die Netzwerknummer, dafür aber 24 Bit für
die Hostadresse haben. Da IP-Adressen (sobald sie im Internet verwendet werden)
weltweit eindeutig sein müssen, gibt es weltweit nur 128 Class-A-Netze, die
jeweils 16 Millionen Teinehmer haben können. Entsprechend umgekehrt gibt es sehr
viele Class-C-Netze, die jeweils aber nur 254 Teilnehmer versorgen können.
Während die Netze der Klassen A bis C der Kommunikation eines Senders mit einem
Empfänger dienen, ist Class D für die Übertragung einer Art Internet-Rundfunk,
dem sogenannten Multicast vorgesehen. Entsprechende Protokolle haben sich bisher
aber nicht durchgesetzt. Die Adresse dient hier der Kennzeichnung eines
Multicast-Kanals. Ein Endgerät, das eine "Ausstrahlung" empfangen möchte, muss
alle Router auf dem Weg zum Sender darüber informieren und erhält dann auf
diesem Weg die Daten kontinuierlich geliefert.
Bei IP-Adressen sind noch einige Besonderheiten zu berücksichtigen:
- Sind in einer Adresse alle Bits der Netzadresse 0, bedeutet das "dieses
Netz". Ein Rechner, der seine eigene Adresse nicht kennt, benutzt diese
Netzadresse so lange, bis er von den anderen im Netz angeschlossenen
Geräten die richtige Netzadresse mitgeteilt bekommt. Dies erfolgt durch
spezielle Protokolle (RARP oder BootP, s. nächstes Kapitel)
- Sind in einer Adresse alle Bite der Hostadresse 0, bedeutet das je nach
Kontext entweder "dieser Rechner" oder die Adresse verweist auf das Netz
als Ganzes.
- Sind in einer Adresse alle Bite der Hostadresse 1, sollen alle Geräte
dieses Netzes angesprochen werden. Dies ist die sogenannte Broadcastadresse.
- Da jede Internetadresse ein Gerät in einem bestimmten Netz kennzeichnet,
besitzen Router für jedes angeschlossene Netz eine eigene IP-Adresse
- Offizielle Internetadressen werden in Form kompletter Netze vergeben, d.h.
man erhält ein komplettes Class B oder Class C Netz (ein Class A Netz ist
im Grunde nicht zu bekommen), innerhalb dessen man die Hostadressen frei
vergeben darf.
- Ein Computer, der von einem Netz getrennt und an einem anderen
angeschlossen wird, muss eine neue Adresse erhalten.
- Ein Router kann, z.B. beim Ausfall eines Teilnetzes, möglicherweise noch
auf einer seiner Adressen erreicht werden, auf einer anderen hingegen nicht.
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