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IP - Subnetze
Ein wichtiges Verfahren bei der Arbeit mit IP-Adressen ist das Subnetting, d.h.
die Bildung von Subnetzen. Dies verwenden z.B. ISPs, die über ganze Class-B-Netze
verfügen, diese aber maximal in Class-C-Größe an ihre Firmenkunden weitergeben.
Für Netze, die nicht direkt mit dem Internet verbunden sind, ist im IP-Standard
ein Class-A-Netz vorgesehen, das als erstes Byte den Wert "10" hat. Dieses können
z.B. große Unternehmen verwenden, um ihr Netz hierarchisch zu strukturieren.
Wie man ein auf solchen Adressen basierendes Netz trotzdem mit dem Internet
verbinden kann, wird später noch erläutert.
Die Bildung von Subnetzen geschieht mit Hilfe der sogenannten Subnetzmaske.
Diese sieht im ersten Moment wie eine IP-Adresse aus, muss aber bitweise
interpretiert werden. Sie besteht grundsätzlich aus einer ununterbrochenen
Folge von 1-Bits, gefolgt von 0-Bits. Eine Subnetzmaske gilt immer für alle
Geräte eines Subnetzes und muss folglich überall gleich eingestellt werden.
Mit der Subnetzmaske kann ein Gerät bei jeder Adresse sehr leicht herausfinden,
ob diese zum eigenen Subnetz gehört oder nicht: Die eigene IP-Adresse wird mit
der Subnetzmaske logisch UND-verknüpft. Die zu untersuchende Adresse ebenso.
Ist das Ergebnis gleich, gehört die Adresse dem eigenen Subnetz an und
Datenpakete können direkt an diese geschickt werden. Andernfalls muss das
Datenpaket in ein anderes Subnetz transportiert werden. Anders formuliert
wird durch die Subnetzmaske die Aufteilung in Netzadresse und Hostadresse
unabhängig von den Vorgaben des Class A-, B- oder C-Netzes neu festgelegt.
Alle Bits einer IP-Adresse, die bei der Subnetzmaske "1" sind, gehören zur
Netzadresse, die übrigen zur Hostadresse.
Beispiele:
| IP-Adresse |
Subnetzmaske |
Beschreibung |
| 10.250.5.62 | 255.255.255.0 |
10.250.5 ist die Netzadresse, 62 die Hostadresse |
| 10.250.5.62 | 255.0.0.0 |
10 ist die Netzadresse, 250.5.62 die Hostadresse |
| 10.250.5.62 | 255.192.0.0 |
19210 = 110000002,
25010 = 111110102
daraus folgt: 10.192 ist die Netzadresse, 58.5.62 die Hostadresse
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Bei "krummen" Subnetzmasken erweist sich die dezimale Darstellung von IP-Adressen
als unübersichtlich. Deswegen sind sie bei vielen Netzverwaltern unbeliebt, auch
wenn sie sehr interessante Anwendungsmöglichkeiten eröffnen.
Beispiele:
Eine große Firma verwendet das freie Class-A-Netz 10.0.0.0, um die interne
Hierarchie abzubilden:
Eine kleine Firma mit zwei Standorten bekommt von ihrem ISP das Class-C-Netz
194.218.117.0 zugewiesen. Nun kann mit Hilfe einer Subnetzmaske dieses in zwei
gleich große Teilnetze aufgeteilt werden:
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