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IPv6

Bereits Anfang der 90er Jahre zeichnete sich ab, dass der Adressraum der 32 Bit großen IP-Adressen irgendwann erschöpft sein wird. 1996 ergab eine Untersuchung, dass bereits alle Class-A-Netze vergeben sind, sowie 62% der Class-B und 37% der Class-C-Netze. Seither ist die Anzahl der Hosts im Internet richtiggehend explodiert, gedämpft nur dadurch, dass größere Organisationen und Firmen ihre Netze heute überwiegend mit einer Adressumsetzung (NAT oder Proxy Server) ans Internet ankoppeln und so nur noch eine einzige offizielle IP-Adresse benötigen. Trotzdem dürften die ursprünglichen Schätzungen, nach denen die IP-Adressen erst 2008 oder gar 2018 ausgehen sollten, deutlich zu optimistisch gewesen sein.

Eine Lösung für dieses Problem liegt in der Theorie bereits seit einigen Jahren vor, konnte sich in der Praxis jedoch bisher nicht durchsetzen. Es handelt sich dabei um ein neues Paketformat für das Internet Protocol, IPv6 genannt. Die wesentliche Änderung sind dabei neue Adressen mit 128 Bit Länge, womit auf jeden Quadratmeter der Erdoberfläche etliche Millionen IP-Adressen entfallen.