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Codierung
Die Codierung von Informationen kommt bei Kommunikationsnetzen an verschiedenen
Stellen vor:
- Werden Daten über ein Netzwerk übertragen, kommen diese beim Empfänger als
Folge von Bytes an, mit der zunächst nichts anzufangen ist. Es wird also
eine Vereinbarung zwischen Sender und Empfänger benötigt, wie die Daten zu
interpretieren sind.
- Werden die Daten über Leitungen übertragen, die möglicherweise abgehört
werden oder wird gar das Internet zur Übertragung vertraulicher Informationen
genutzt, müssen die Daten verschlüsselt werden.
- Vor der Umwandlung in elektrische Impulse wird jedem Byte ein oder mehrere
Bits angehängt, anhand derer sich Übertragungsfehler erkennen oder gar
korrigieren lassen. Dies wird Leitungscodierung genannt.
Hier soll es zunächst nur um den ersten Fall gehen. Erhält der Empfänger
beispielsweise einen Strom von Audiodaten, muß er zunächst wissen:
- Mit welcher Abtastrate wurden die Daten aufgenommen
- Wieviele Bits bilden einen Abtastwert
- Wurde komprimiert? Wie stark? Mit welchem Verfahren?
Diese Informationen müssen also mitgeschickt werden. Bei Dateien werden diese
Informationen normalerweise am Anfang abgelegt. Die Bedeutung und Anordnung
dieser Kopfdaten bestimmen zusammen mit der Codierung, Komprimierung und
Anordnung der Nutzdaten das Dateiformat. Dieses ist normalerweise an der
Dateiendung zu erkennen, die meisten Dateiformate haben aber zusätzlich ganz
am Anfang der Datei einige "Magic Bytes", anhand derer das Dateiformat erkannt
werden kann.
Informationen, die als Datenstrom übertragen werden und bei denen möglicherweise
ein Empfänger sich erst nach Beginn der Übertragung "einklinkt"
(Broadcastdienste, z.B. Internet-Radio), müssen die Formatinformationen
regelmäßig mitschicken, idealerweise mit jedem Datenpaket.
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