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Prüfsummen
normale Prüfsummen:
Über eine gewisse Anzahl von Werten wird die Summe gebildet, bei
Kommunikationssystemen typischerweise über ein ganzes Datenpaket. Da die
Prüfsumme sehr groß werden kann, typischerweise aber mögliche Abweichungen
sich nur auf den letzten Stellen abspielen, wird oftmals eine Modulorechnung
auf die Prüfsumme angewendet, d.h. die Prüfsumme wird durch einen festen Wert
dividiert und nur der Divisionsrest wird übertragen. Bei byteorientierten
Systemen ist z.B. eine Rechnung Modulo 256 naheliegend.
Die Sicherheit von Prüfsummen bei Bitfehlern auf Übertragungsmedien ist nicht
besonders groß, da sich mehrere Fehler sehr leicht aufheben können.
Gewichtete Prüfsummen:
Bei der Bildung der Prüfsumme werden die einzelnen Werte abwechselnd unverändert
addiert oder zunächst mit einem festen Wert multipliziert. Das Verfahren hat den
Nutzen, dass vertauschte Zahlen erkannt werden, die bei einer normalen Prüfsumme
nicht auffallen würden. Solche Vertauschungen kommen leicht vor, wenn Zahlen
eingetippt werden, in Kommunikationsnetzen sind sie fast ausgeschlossen. Eine
gewichtete Prüfsumme verwendet beispielsweise der EAN-Code:
EAN-Code: 4 7 1 7 8 6 7 0 0 0 0 4 8
* * * * * * * * * * * *
Multiplikatoren: 1 3 1 3 1 3 1 3 1 3 1 3
= = = = = = = = = = = =
gewichtete Codes: 4+21+ 1+21+ 8+18+ 7+ 0+ 0+ 0+ 0+12 = 102
Die letzte Stelle der Summe plus die Prüfstelle (letzte Ziffer des EAN-Codes)
muss 10 ergeben.
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