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Digitalisierung

Informationen aus "natürlichen" Quellen liegen grundsätzlich analog vor, sie sind also weder zeitlich noch im Wert diskret. Ersteres bedeutet, dass sie sich zu beliebigen Zeitpunkten ändern können. Letzteres hat zur Folge, dass es weder einen definierten Bereich für die Werte gibt, noch dass innerhalb dieses Bereichs nur bestimmte Werte möglich sind. Beides zusammen hat zur Folge, dass der Informationsgehalt einer analogen Information unendlich groß ist.

Die Kunst der Digitalisierung besteht nun darin, die Ausgangsinformation zeitlich und wertmäßig zu diskretisieren und dabei einerseits nicht zu viele Daten zu produzieren (da diese ja gespeichert oder übertragen werden müssen) und andererseits eine möglichst gute Reproduktion der ursprünglichen Information zu ermöglichen.

Eine besondere Form der Digitalisierung nehmen Sie bereits vor, wenn Sie etwas aufschreiben - die analogen Ausgangsdaten befinden sich dabei zunächst in Ihrem Kopf. Ihre Gedanken werden nun zu Buchstaben, Worten, Sätzen. Es wird Ihnen aber in den seltensten Fällen gelingen, Ihre Gedanken so niederzulegen, dass beim Leser im Kopf exakt das gleiche Bild entsteht. Durch eine präzisere Schilderung kann der Leser Ihre Gedanken zwar besser nachvollziehen, Sie verbrauchen dafür aber auch mehr Worte.

Auf den folgenden Seiten wird es um automatisierbare Formen der Digitalisierung gehen - nämlich die von Audio- und Videoinformationen. Abschließend wird beschrieben, wie die Wandlung von Analog- in Digitalwerte (und umgekehrt) technisch funktioniert.