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Digitalisierung von Audiosignalen
Wenn Musik, Sprache oder Geräusche mit einem Mikrofon aufgenommen werden, liegt
als Ergebnis zunächst ein Analogsignal vor, d.h. eine sich im zeitlichen Verlauf
verändernde elektrische Spannung.
Um daraus eine Folge von Zahlen zu machen, die dann digital übertragen werden
kann, wird das analoge Signal in regelmäßigen Abständen abgetastet:
Die Spannungswerte im Moment der Abtastung werden über einen Analog-Digital-Wandler
in einen Zahlenwert umgewandelt. Dabei wird auf ganze Zahlen gerundet.
Bei der Digitalisierung von Audiosignalen sind zwei Kriterien für die Qualität
entscheidend:
- Ein abgetastetes Signal darf keine Frequenzanteile oberhalb der halben
Abtastfrequenz besitzen. Nur dann kann es aus den Abtastwerten vollständig
rekonstruiert werden. ("Abtast-Theorem"). Bei ISDN wird das Sprachsignal
8000 Mal pro Sekunde abgetastet, die maximale Übertragungsfrequenz beträgt
folglich 4000 Hz.
- Durch die Rundung bei der Digitalisierung entsteht bei jeder Abtastung ein
Fehler von maximal ±½ Schritt. Das macht sich durch ein Rauschen bemerkbar
("Quantisierungsrauschen"), das umso geringer ausfällt, je kleiner die
Schritte d.h. je größer die pro Abtastwert verwendete Bitzahl ist.
Technik der Digitalisierung von Audiosignalen
Ein Audiosignal wird zunächst mit einem Tiefpass gefiltert, d.h. alle
Frequenzanteile oberhalb der halben Abtastfrequenz werden entfernt. Erst jetzt
erzeugt ein Analog-Digital-Wandler eine Folge von Digitalwerten, und zwar
gesteuert durch einen extern zugeführten Takt.
Der umgekehrte Weg sieht ähnlich aus. Die digitalen Werte werden einem
Digital-Analog-Wandler zugeführt, der daraus einen stufigen Spannungsverlauf
erzeugt. Durch einen nachgeschalteten Tiefpassfilter werden alle Frequenzanteile
oberhalb der halben Abtastfrequenz gefiltert. Das Signal wird dadurch geglättet.
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